Zehn (sehr gute) Gründe für einen Besuch des Terra Madre Salone del Gusto

27 Giugno 2022

Konferenzen, Verkostungen, Erlebnisstationen im Zeichen von RegenerAction

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Vom 22.–26. September 2022 werden in Turin mehr als 3.000 Bäuerinnen und Bauern, Köchinnen und Köche, Einheimische, Eingewanderte und junge Aktivistinnen und Aktivisten aus 150 Länder beim Terra Madre Salone del Gusto zusammenkommen – der weltweit größten internationalen Veranstaltung für gute, saubere und faire Lebensmittel, die dieses Jahr unter dem Motto #RegenerAction steht. Das Programm beinhaltet hochrangige Konferenzen, Erlebnisstationen für Kinder und Familien, interaktive Bereiche zu den Themen biologische Vielfalt, Bildung und Aufklärungsarbeit sowie Geschmackserlebnisse und Verabredungen zum Essen. Das gesamte Programm unter 

Hier zehn (sehr gute) Gründe, warum der Besuch sich lohnt!

  1. Der internationale Markt

Auch in diesem Jahr wird der Markt das Zentrum des Terra Madre Salone del Gusto bilden: eine Begegnungsstätte für über 600 Erzeugerinnen und Erzeuger aus allen Teilen der Erde, die Besucherinnen und Besucher dazu einlädt, die schier unendliche gastronomische Vielfalt aller Kontinente aus erster Hand und unter einem Dach zu entdecken. Alle Händlerinnen und Händler sind auch Botschafterinnen und Botschafter für gute, saubere und faire Lebensmittel und internationale Slow-Food-Kampagnen – und damit lebendige Beispiele für Regeneration: unermüdlich im Einsatz für den Schutz der biologischen Vielfalt, die Förderung umweltschonender landwirtschaftlicher Verfahren, den Erhalt von Bodenfruchtbarkeit, mehr Aufmerksamkeit für den Tierschutz, weniger Einsatz von synthetischen Chemikalien und eine Abkehr von GVOs.

  1. Die Konferenzen

Gemeinsam mit dem Publikum, mit Expert*innen, Schriftsteller*innen, Philosoph*innen, Architekt*innen und Professor*innen beleuchten wir die Zusammenhänge zwischen Regeneration und dem Lebensmittelsystem und versuchen Wege aufzuzeigen, wie letzteres auf die aktuellen Krisen im Bereich Klima, Umwelt und Gesellschaft reagieren kann. Die Konferenz You, me, us: making a difference together diskutiert, wie wir als Bürgerinnen und Bürger überall auf diesem Planeten durch unsere täglichen Entscheidungen dem Lebensmittelsystem zu wahrem Wert verhelfen können, um gesunde Ernährung für alle Menschen zu ermöglichen und uns von einem toxischen System zu befreien, das primär auf Gewinnmaximierung abzielt. Zu den Rednerinnen und Rednern gehören Raj Patel, Ökonom und Forscher im Bereich Lebensmittelpolitik; Rupa Marya, Ärztin an der University of California und Fürsprecherin der ‘Deep Medicine’; Michael Moss, Autor von „Das Salz-Zucker-Fett-Komplott: Wie die Lebensmittelkonzerne uns süchtig machen“; sowie Corinna Hawkes, Professorin für Lebensmittelpolitik und Direktorin des Center for Food Policy der City, University of London.

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  1. Bot, Getreide und Mehl als Symbol sozialer Regeneration

Im Bereich, der der biologischen Vielfalt gewidmet ist, erwartet die Besucherinnen und Besucher eine reiche Palette von Brot und dem Korn, aus dem es entsteht – Weizen, Maismehl, Maniok, Roggen, Bulgur, Hirse. Daneben all die Hilfsmittel, die wir nutzen, um aus Korn Brot zu machen. Denn echte Vielfalt meint nicht Sorten, Arten und fertige Produkte, sondern die Kulturen, die diese erzeugen und bewahren, und die von ihnen genutzten Werkzeuge zum Mahlen, Kneten, Backen. Jedes Gespräch über die Verarbeitung von Getreide zu Brot, Couscous, Tapioka oder Injera ist auch ein Gespräch über das Recht auf Nahrung. Nicht alle Menschen haben freien Zugang zu Getreide. Die Bemühungen, das zu ändern, setzen ein starkes Zeichen für soziale Regeneration – eines der Hauptziele von Slow Food.

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  1. Der Lehr-Garten

Slow Food verfolgt seit jeher einen innovativen Ansatz in der Ernährungs- und Geschmacksbildung, der auf der Wiedererweckung unserer Sinne und einer Sensibilisierung für alle Aspekte unserer Ernährung, vom Hof bis auf den Tisch, beruht. Der Botanische Garten von Turin und Slow Food lassen gemeinsam einen Mandala-förmigen Gemüsegarten entstehen, der gleichzeitig den Eingang zur „Bildungsinsel“ bildet – denn welcher Ort könnte uns mehr über Ernährung lehren. Fruchtbare Böden, der Wasserkreislauf, die Funktion der Bestäuber: Wer einen Rosmarinstrauch pflanzt, schafft eine direkte Verbindung zu diesen nur scheinbar weit entfernten Welten. Unser Mandala-Garten ist Synergiegarten, Stadtgarten, Permakultur-Blumenbeet und – ganz in seiner Mitte – essbarer Waldgarten zugleich!

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  1. Die Terra-Madre-Küche und die Slow Food Coffee Coalition

Die Terra-Madre-Küche lädt alle Teilnehmenden ein, zum Frühstück, Mittag- und Abendessen Gerichte aus aller Welt zu kosten, die von der Slow Food Cooks’ Alliance und weiteren Chefs de Cuisine zubereitet werden, während ein spezieller Bereich der Slow Food Coffee Coalition vorbehalten ist. Im Mitmachbereich gleich nebenan lernen Besucherinnen und Besucher, wie man Sardellen pökelt, eigene Gnocchi herstellt, selber Gemüse fermentiert und vieles mehr.

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  1. Das Geschmackserlebnis „Weinpanorama Lateinamerika“

Lernen durch Schmecken ist das Credo der Geschmackserlebnisse im Rahmen des Salone del Gusto. Teilnehmende haben die Möglichkeit, ihr Wissen zu vertiefen und gleichzeitig ihre Sinne anzuregen und mehr über die Menschen hinter den Produkten zu erfahren. Dieses Geschmackserlebnis widmet sich einem faszinierenden Ansatz in der Winzerei, bei dem nachhaltige, umweltschonende und biodynamische Verfahren Spitzenweine liefern. Das Slow Wine-Bündnis, ein internationales Netzwerk von Protagonisten aus der Welt des Weins, die eines gemeinsam haben – Leidenschaft für guten, sauberen und fairen Wein –, wächst stetig: In Argentinien, Brasilien, Chile und Peru haben sich Erzeugerinnen und Erzeuger zu Slow Wine Latam zusammengeschlossen. LINK

  1. Der Bereich Aufklärungsarbeit

Bildungs- und Kampagnenarbeit sind seit Beginn eine der tragenden Säulen von Slow Food: Die Bewegung ist unablässig bemüht, den öffentlichen Diskurs mitzuformen und auf Themen aufmerksam zu machen, die dank dieses Einsatzes heute von Regierungen zunehmend ernst genommen werden, insbesondere was den Zusammenhang zwischen Lebensmittelherstellung und Umweltschutz angeht. Im Bereich, der sich der Aufklärungsarbeit von Slow Food widmet, können Besucherinnen und Besucher mehr über die Kampagnenarbeit von Slow Food erfahren, von der Rettung der Bestäuber bis hin zur Notwendigkeit einer Regulierung neuer GVOs in Europa. Das Publikum ist zudem eingeladen, an vom Slow Food Youth Network, der Jugendorganisation von Slow Food, organisierten Kreativworkshops teilzunehmen. LINK

  1. Die Führung „Street Art im Parco Dora“

Die Regeneration des Salone del Gusto spiegelt sich auch in der Wahl des Veranstaltungsortes: Parco Dora ist ein weitläufiger Park am Stadtrand von Turin, der auf dem Gelände eines ehemaligen Stahlwerks entstand. Der Ort hat Symbolkraft sowohl für die Stadt als auch für Terra Madre, weil er exemplarisch zeigt, wie einstige Industriegebiete erfolgreich in Grünflächen umgewandelt werden können – zum Wohle der Menschen und des Planeten. Die Führung „Street Art im Parco Dora“ bietet eine fesselnde Tour der Fassadenbilder, die die Wände des post-industriellen Geländes schmücken. Der Rundgang beginnt an der Kirche Sacro Volto und führt durch die 400.000 m2 große Parklandschaft, vorbei an den ehemaligen Fiat- und Michelin-Fabriken, in denen auch die Metallarbeiten der Mole Antonelliana, dem Wahrzeichen Turins, gefertigt wurden. Zu erleben ist eine lebendige Street Art-Galerie, die heimischen und internationalen Künstlern als Plattform für ihre Werke dient. LINK

  1. Eine Verabredung zum Essen: Weibliche Küchenchefs und die Welt der Pasta

Diese Verabredung zum Essen ist dem Barbie-Projekt von Pastificio Di Martino gewidmet: ein Teil der Erlöse aus dem Verkauf von Barbie-Pasta geht an Food for Soul, eine internationale gemeinnützige Organisation, die sich für die Förderung sozial verantwortlichen Handelns zum Schutz der Gesundheit des Menschen und des Planeten einsetzt. Dabei sein wird auch Cristina Bowerman, die einzige Köchin Roms mit 1 MICHELINE Stern. LINK

  1. Die Erlebnisstation „Kochen mit Kaffee“

Kaffee ist mehr als nur ein Getränk – die moderne Küche entdeckt ihn als erstaunlich vielseitige Zutat. Diese Erlebnisstation, geleitet von den kulinarischen Expert*innen des Lavazza Training Centers, lädt Besucherinnen und Besucher zu einer überraschenden gastronomischen Entdeckungsreise ein, deren Ausgangspunkt die die einzigartige kubanische Kaffeemischung iTierra! ist. LINK

Das gesamte Programm unter

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Terra Madre Salone del Gusto wird organisiert von Slow Food, der Region Piemont und der Stadt Turin unter der Schirmherrschaft des italienischen Ministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Forstwesen, dem Ministerium für den ökologischen Wandel und dem nationalen Verband der Gemeinden Italiens, ANCI. Die Veranstaltung wird ermöglicht durch freundliche Unterstützung von Unternehmen, die die Werte und Ziele des Salone del Gusto teilen. Unsere wichtigsten Partner sind Iren, Lavazza, Parmigiano Reggiano, Pastificio di Martino, QBA – Quality Beer Academy, Reale Mutua und UniCredit, Fondazione Compagnia di San Paolo, Fondazione CRT, Consulta delle Fondazioni di origine bancaria del Piemonte e della Liguria.